Viele Menschen können aufgrund einer Behinderung nicht oder nur sehr schwer verständlich sprechen. Ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler der Geistigbehindertenschulen Schleswig-Holsteins gehört laut einer Studie zu diesem Personenkreis – eine gewaltige Anzahl! Sie können Empfindungen wie Hunger oder Durst nicht mit Worten ausdrücken, können nicht erzählen, was sie freut oder bekümmert oder was sie in der Schule, beim Spielen oder sonst wo erlebt haben. Sie befinden sich in großer kommunikativer Not. Das menschliche Grundbedürfnis, sich mitzuteilen und verstanden zu werden, bleibt unerfüllt. Ihre Alltagsbewältigung und der Aufbau sozialer Kontakte sind dadurch entschieden beeinträchtigt.
Unterstützte Kommunikation hat das Ziel, Menschen, die nicht oder nur mit großen Einschränkungen sprechen können, die Verständigung mit anderen Personen zu erleichtern.
Unterstützte Kommunikation soll Sprache ersetzen. Dazu werden entsprechende Hilfsmittel, Techniken und Kommunikationsstrategien benötigt. Das erfordert eine ausführliche Beratung und individuelle Anpassung.
Es gibt technische Kommunikationshilfen – im weitesten Sinne Geräte mit Sprachausgabe – und nicht-technische wie Fotos, Kommunikationstagebücher, Bildtafeln, Gebärden usw.. Oft führt ein individueller Mix aus verschiedenen Hilfsmitteln zum Ziel.
Unterstützte Kommunikation ist sehr individuell, umfangreich und vielseitig. Für jeden Menschen muss geprüft werden, welche Hilfsmittel für seine Verständigung sinnvoll sind.
Der Landesverband führt im Bereich „Unterstützte Kommunikation“einen überregionalen Gesprächskreis, den Elternkreis, sowie Veranstaltungen und Fortbildungen durch.
Umfangreiche Informationen zu verschiedenen Aspekten der Unterstützten Kommunikation und über die Aktivitäten der Deutschen Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation findet man im Internet unter:
www.isaac-online.de


